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Freigabe ist da - morgen um 7.00 Uhr geht's los

Der Tag startete mit einer Blutentnahme, etwas langwieriger und wohl auch schmerzhafter  als die erste und dazu mit doppeltem Anlauf . Henri hat die ganze Zeit mittellaut Mama geschrien, sodass er mein  Zählen kaum hören könnte, aber dennoch war es für ihn und uns noch im erträglichen Bereich. Zweck der Blutentnahme war die Kreuztestung mit Fremdblut, weil Henri vermutlich ein bis zwei Beutel Spenderblut benötigen wird.

Danach war dann die fast sehnsüchtig erwartete Untersuchung des Kinderkardiologen aus Kiel. Beim Herzecho war er sichtlich zufrieden - dass Herz sei sehr gut operiert und weise nur geringe Restbefunde auf. Seine Einschätzung entsprach der unseres Kinderkardiologen in Homburg, auch der Kinderkardiologe in Sankt Augustin hatte die Situation im September ähnlich gut eingeschätzt. Zusammenfassend sagte er, dass wir mit diesem Befund keine besonderen Probleme erwarten müssen. Was für eine Erleichterung, dies so zu hören - insbesondere auch wenn es von jemandem aus einer anderen Klinik kommt. Liebe Mama, diesen Satz habe ich vor allem auch für dich - und für dich, lieber Elias ! -  zitiert.

Am Abend besuchte uns der Anästhesist, der Henri während der OP versorgen wird zu einem Gespräch aufs Zimmer. Auch von ihm ging viel Zuversicht aus - wenn natürlich auch keine Zusage, dass zu 100 % alles gutgehen wird. 

Zuletzt kam dann noch mitoperierende Neurochirurg zu uns aufs Zimmer. Er strahlte eine solche Ruhe und Gelassenheit aus, das ich die ganze Zeit den Impuls verspürte, all seine positiven und mitmachenden Einschätzungen, tief in mich einsaugen zu müssen. Was für eine großartige menschliche Leistung - ich war so dankbar, dass er "einfach so" und ohne konkrete medizinische Notwendigkeit noch bei uns vorbeigeschaut hatte.

Ja, wir sind hier wirklich sehr gut aufgehoben - in allen Bereichen (Empfang, Labore, Servicepersonal) Schwestern, Ärzte) haben wir so viel Freundlichkeit und Verständnis wie noch in keiner anderen Klinik erlebt.  Hier scheint die Qualitätssicherung (und vielleicht auch das Beschwerdemanagement) tatsächlich zum Wohle der Patienten zu greifen. 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Good (Dienstag, 15 Januar 2019 08:20)

    Hallo ,wenn der äußere Rahmen stimmt. wird es mit der Operation ganz bestimmt auch klappen!!!!!
    Ich habe jedenfallsn nach allem ,was ich von euch höre, ein gutes Gedühl.
    Ich bete u´mit euch!!1
    Viel Glück und Erfolg!!!

  • #2

    henri-mittendrin (Dienstag, 15 Januar 2019 10:42)

    Danke, Hilde! Nun sind es schon drei Stunden her, dass wir Henri an der Schleuse angegeben haben. Die OP selbst hat jetzt wohl begonnen. Es sind bange Stunden, aber es tröstet mich, wie viele Menschen sich um Henri gestellt haben mit Gebeten, guten Gedanken oder auch gedrückten Daumen.

  • #3

    Ellen (Dienstag, 15 Januar 2019 13:27)

    Bei mir ist absoluter Stillstand..ich werde nur hier zu Hause sitzen und beten und Daumen drücken..ich schicke Henri meine ganze gute Energie und Liebe..�

  • #4

    Kaytee (Dienstag, 15 Januar 2019 22:27)

    Ich bin schon lange stille Mitleserin und in Gedanken bei Henri und der ganzen Familie. Alles, alles Gute!