Dass uns der ganz normale Alltag wieder hat, ...

... kann man durchaus auch positiv sehen. Und meistens gelingt es mir auch - noch zehre ich von den spanischen Kraftreserven :-)

Es gibt keine Vorkommnisse ... Doch, Elias hat sich gestern den Daumen gebrochen und wird für vier Wochen einen Gips tragen, es ist der rechte Daumen ... aber nichts Bedrohliches wie im Juli, als nach den Synkopen wieder einmal die Welt aus den Fugen geraten ist... zumindest kam es mir so vor. 

Henri geht es gut: Die meiste Zeit des Tages ist er gut gelaunt ... genau wie vor den Ferien gehört zu seinem Nachmittag  neben wechselnden Pflichtaufgaben (Lesen, Schreiben, Bildung vollständiger Sätze mit Hilfe von Muggelsteinen und Klavier üben, sein Liebstes ;)  auch das ausgiebige "Fahnenstehen". Gestern hat Oma den Stehplatz zum ersten Mal genau begutachtet - für sie steht es außer Frage, dass Henri sich mit seiner Fahne absichtlich auf die einzig kahle Stelle auf Nachbars Rasen stellt. Ich hatte es schon mal erwähnt ... aber für mich ist es nicht weniger wahrscheinlich, dass die absolut grasfreie Beschaffenheit von Henris Stammplatz mit seiner hervorragenden Eignung als Aussichtspunkt zusammenhängt. 

Seit zwei Wochen teilen wir das Haus nur noch mit drei Kindern... Seitdem erfreut Marie eine Familie in der Nähe von Nizza mit ihren vielfältigen Fähigkeiten als Babysitter, Hausaufgabenhilfe, Köchin und Fahrdienst ... nicht zuletzt ist sie wohl auch eine Art  "Ersatzmutter". Wenn die Eltern das Haus bereits um 6.00 h in der Frühe verlassen und erst um 18.00 h bzw. 20.00 h oder noch später nach Hause zurückkommen, dann sind bei einem Au-pair-Mädchen sicher auch mütterliche Qualitäten gefragt, wenn nicht sogar notwendig. Und immer, wenn Marie mit uns spricht ... von dem kleinen einjährigen Mädchen erzählt, das seine Mutter kaum zwei Stunden am Tag sieht, den Vater oftmals gar nicht... denke ich an das kleine Mariechen vor 18 Jahren ... Endlose Stunden haben wir damals zu dritt in unserer kleinen Dachgeschosswohnung am runden Tisch gesessen...  haben gesprochen, gelacht, gelauscht und gestaunt... und unser Glück genossen. Wir vermissen sie sehr! (Und ich sollte erwähnen, dass es ihr ganz ähnlich geht!)

 

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